29.03.2024
Wie bereits im Jahr 2023 wurde der Familienkreuzweg an Karfreitag auch dieses Jahr von der Gruppe Kreuz&Quer vorbereitet.

Als Jesus starb, verdunkelte sich die Sonne. So erzählt es das Evangelium - und die vielen Kinder mit ihren Eltern und Großeltern, die sich am Karfreitag um 10:00 Uhr zum Beginn des Familienkreuzwegs in der Kirche St. Nazarius in Lorsch versammelt hatten, konnten nachvollziehen, wie dunkle Wolken auch auf das Gemüt schlagen können. Aufgrund der Wetterlage wurde der Kreuzweg kurzerhand in die Kirche verlegt - und die Kinder trugen das Kreuz dort, begleitet von lauten Klappern, von einer Station zur nächsten. Beginnend am Hauptportal trugen die Mitglieder der Gruppe Kreuz & Quer jeweils einen kurzen, kindgerechten Text zum Leidensweg Jesu vor. Nach einem gemeinsam gesungenen Lied ging es dann weiter -bis sich alle dann am Reliquienaltar zur letzten Station einfanden. Wir haben heute den Vorteil, dass wir das Dunkle am Karfreitag bereits im österlichen Licht sehen können - den Jüngern muss es damals vor knapp 2000 Jahren deutlich schwerer gefallen sein, an die Sonne hinter den dunklen Wolken zu glauben.
Als passendes Symbol hatte die Vorbereitungsgruppe verschiedene Samen dabei - tief vergraben unter dunkler Erde können diese nur wachsen, wenn sie ausreichend Wasser erhalten. Aber um eine richtige Pflanze zu werden, benötigen sie dann Sonnenschein - und in der Hoffnung auf das österliche Licht schmückten die Kinder zwei Kreuze mit diesen Samen.
So wird deutlich, dass das Leiden Jesu am Karfreitag nicht etwa das Ende, sondern ein neuer Anfang ist.
Text und Bilder: Denise Schmitt

