06.10.2024
Für den Sonntagsgottesdienst in Lorsch hatten die diesjährigen Firmlinge den Altar zum Erntedankfest eingenständig vorbereitet und dabei das Thema neu interpretiert.

Zum Erntedankfest wird traditionell der Altar mit den Gaben von Feldern und Gärten geschmückt, um Gott dafür zu danken. In der Vergangenheit haben verschiedene Gruppen der Pfarrei diese Aufgabe übernommen und so in diesem Jahr die Firmlinge. Sie haben den Gedanken des Dankens auch bei der Dekoration des Altars viel weiter gefasst und allerlei Dinge hinzugefügt, für die sie ebenso dankbar sind. So kamen unter Mitwirkung von zwanzig der Firmlinge vor dem Altar auch Sportsachen, Spiele sowie an der Kommunionbank in Stickworten auch Werte und besondere Institutionen (Bildung, Hobbies, Essen, Wohlstand, Glaube, Haustiere, Elektrizität & Trinkwasser, Infrasturktur, Rechte & Freiheit, Demokratie, Polizei, medizinische Versorgung ) hinzu. Zwei der Firmlinge erläuterten die bewusst sehr weit gefasste Gestaltung des Altares dann der Gemeinde. Pfr. Bartmann dankte dem Firmjahrgang für die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema.
Den Dank und das Bewusstsein, ohne Gottes Hilfe nichts zu erreichen, thematisierte auch die Lesung auch dem Buch Deuteronomium, in dem kurz gesagt die Mahnung "Wenn du in großem Wohlstand lebst, dann nimm dich in
Acht, dass dein Herz nicht hochmütig wird und du den HERRN, deinen
Gott, nicht vergisst!" (größerer Auszug in der Box unten) im Mittepunkt stand. Es ist immer wieder gut, sich daran zu erinnern.

Aus der Lesung, Buch Deuteronomium 8, 1-20 (Auszüge): "Wenn
der HERR,
dein Gott, dich in ein prächtiges Land führt, ... , ein Land mit Weizen
und Gerste, mit Weinstock, Feigenbaum und Granatbaum, ein Land mit
Ölbaum und Honig, ein
Land, in dem du nicht armselig dein Brot essen musst, in dem es dir an
nichts fehlt, ... , dann nimm dich in Acht und vergiss den HERRN, deinen
Gott, nicht. ...
Und wenn du gegessen hast und satt geworden bist und
prächtige Häuser gebaut hast und sie bewohnst, wenn
deine Rinder, Schafe und Ziegen sich vermehren und Silber und Gold sich
bei dir häuft und dein gesamter Besitz sich vermehrt, dann nimm dich in
Acht, dass dein Herz nicht hochmütig wird und du den HERRN, deinen
Gott, nicht vergisst. ... Dann nimm dich in Acht und denk nicht bei dir:
Ich habe mir diesen Reichtum aus eigener Kraft und mit eigener Hand
erworben.Gedenke vielmehr des HERRN,
deines Gottes: Er ist es, der dir die Kraft gibt, Reichtum zu erwerben,
weil er seinen Bund, den er deinen Vätern geschworen hatte, so
verwirklichen will, wie er es heute tut."


