20.12.2025
Der Friedenslichtgottesdienst der Lorscher Pfadfinderinnen am Vorabend des vierten Advents zog wieder viele Menschen in die Lorscher Kirche St. Nazarius.

Der Advent soll eine Zeit der Einkehr sein, doch kehrt er sich allzu leicht in eine Zeit der Vorweihnachtshektik um, weil zu viel Aufmerksamkeit in Oberflächkeiten investiert wird.
Der Friedenslichtgottesdienst der Pfadfinderinnen durchbricht diese Geschäftigkeit und Unruhe mit seiner ruhigen Stimmung im Kerzenschein, welcher eben durch das Friedenslicht von Bethlehem in die Kirche getragen wird. Wie in der Osternacht ist es anfangs nur das schwache Licht einer einzigen Kerze im dunklen Kirchenschiff, das, sobald es bedachtsam weitergereicht wird, hunderte Kerzen zum Leuchten bringen und die Kirche erhellen kann. So wie dieses Licht zu den Gottesdienstbesuchern getragen wird, soll auch der Wille zu Frieden und Versöhnung in deren Herzen wandern, und das ist das eigentliche Anliegen dieses Gottesdienstes. Wege zu Frieden und Aussöhnung braucht unsere Welt in den vergangen Jahren mehr als genug, was uns die vielen Kriegsgebiete, Terroranschläge, radikale politsche oder auch fanatische religöse Ansichten täglich vor Augen führen.

Die Pfadfinderinnen hatten anstelle der Predigt eine Fragerunde an die Gottesdienstbesucher vorbereitet, in der es um die Selbsteinschätzung zu Fragen wie "Habe ich Mut?", "Möchte ich Mut haben?", "War ich schon mal mutig?" ging. Mut, so der Gedanke, braucht es auch, um Frieden zu machen und anderen in schwierigen oder vielleicht gefährlichen Situationen zu helfen.
Diese Kerze mit dem Friedenslicht, so betonte es Pfarrer Michael Bartmann dann auch in seiner Kurzen Ansprache nach den Predigt, sei leicht auszublasen und könne nur wirken, wenn das Friedenslicht in die Herzen eindringen könne. Ohne diese Übertragung ins Innere bleibe nur ein stimmungsvoller Abend.


Dass die Lampertheimer Band Kristall den Gottesdienst musikalisch gestaltet, gehört beim Friedenslichtgottesdienst der Lorscher PSG inzwischen fest dazu. Deren einfühlsame und auch im Wortsinn kristallklaren Klänge passten wie immer wunderbar in den Gottesdienst. Zum Auszug erklang das Friedenslichtlied mit der markanten Textzeile "Das Friedenslicht soll leuchten wie Gold!"






Im Anschluss hatte der Bibelkreis der PSG wieder zu einem Umtrunk und Beisammensein bei Spekulatius und Lebkuchen bei den Pfarrgaragen eingeladen. Glühwein und Kinderpunsch gab es gegen eine Spende, mit der ein Mütter-Baby-Krankenhausprojekt in Tansania unterstützt werden soll, nämlich das Baby Projekt des St. Walburg Hospital in Nyangao. Dieses Krankenhaus ermöglicht werdenden Müttern kostenlose Vorsorgeuntersuchungen und die Entbindung im Krankenhaus. So kann die hohe Sterblichkeit von Neugeborenen und Müttern gesenkt werden. Weitere Infos unter www.missions-benediktinerinnen.de/weltweit/missions-prokura

