11.01.2026
Das Nachweihnachtliche Singen und Musizieren bildete wieder einen gelungenen musikalischen Ausklang der weihnachtlichen Festzeit.
Das Nachweihnachtliche Singen und Musizieren in der Lorscher Pfarrkirche St. Nazarius zieht als musikalischer Ausklang der Weihnachtszeit alljährlich viele Besucher an. Unter der Gesamtleitung von Thomas Adelberger musizierten am Sonntagnachmittag die Schola St. Nazarius, das Vokalensemble und das Kammerorchester St. Nazarius zusammen mit Sopranistin Tina Braun und Daniel Hartnagel an der Orgel.

Bei der Begrüßung zum Konzert informierte Thomas Adelberger über die Dringlichkeit einer Renovierung der Kirchenorgel, deren letzte Reinigung vor 30 Jahren durchgeführt worden war. Daher verhinderten mittlerweile Staub und weitere Verschmutzungen der engen Spalte viele der 2312 Pfeifen am Klingen oder zumindest an der Bildung klarer Töne; manche Pfeifen bleiben sogar einfach stumm. Außerdem erfüllt die elektrische Steuerung nicht mehr die aktuellen Sicherheitsvorschriften, da teiweise Leitung blank verlegt sind. Das vom Kirchenverwaltungsrat beauftragte Angebot hat Kosten von ca. 80.000 Euro ergeben, die alleline die Gemeinde aufbringen muss, da Orgeln nicht mehr bezuschusst werden. Daher wurde die Kollekte beim Nachweihnachtlichen Singen und Musizieren auch dafür bestimmt, die Orgel wieder voll erklingen zu lassen.

Nach einem gemeinschaftlich gesungenen "Am Weihnachtsbaume" begann die Schola das Konzert mit getragenen Weisen, nämlich dem "Magnificat" von Alan Wilson und mit "Es blühn drei Rosen", einem schlesischen Volkslied. Danach durften wieder alle zusammen "Es ist ein Ros entsprungen" singen, bevor Sopranistin Tina Braun bei "Cantique de Noel"zu Klavierbegleitung durch Thomas Adelberger ihr Können zeigte. Beim "Transeamus" von Joseph Schnabel erschallten alle Instrumente und die Schola, während danach Tina Braun mit Instrumentalbegleitung das "Laudate Dominum" von Mozart vortrug.

Den nächsten Teil des Konzerts übernahm das Vokalensemble mit neueren Melodien wie dem "Angels Carol" von John Rutter. Ebenfalls ein englisches Christmas Carol, "God rest you, merry gentlemen" kam sicher vielen Besuchern irgendwie bekannt vor, denn es lieferte die Melodie des Friedenslichtliedes. Vier Herren des Vokalensembles wagten sich an eine A-cappella-Version von "The little drummer boy" und brachten die Drums dabei sehr schön zur Geltung. Die Schola und das Orchester setzten das Konzert mit dem "Abendsegen" von Engelbert Humperdinck und dem "Offertorium" von Jan-Jakob Ryba fort, das nochmals die volle Klangentfaltung hervorbrachte.
Pfr. Michael Bartmann dankte den Aktiven herzlich bei seinem Schlusswort und erinnerte an den Ausspruch "Wer singt, betet doppelt". Nach etwa eineinviertel Stunden endete das Konzert mit einem gemeinsam gesungenen "Oh, du fröhliche" und abschließend mit großem Applaus für die MusikerInnen.










